Das antike Rom

von der Entstehung bis zum Fall

Kategorie-Archiv: Gebäude im antiken Rom

Gruppenarbeit Gebäude- Aufgabenstellung

1) Bearbeitet den Text eurer jeweiligen Gruppe und notiert euch die wichtigsten Informationen

2) Eure Klassenkameraden/innen waren noch nie in Rom:

Erstellt ein Plakat in dem euer Bauwerk abgebildet und beschrieben ist.

Verwendet dazu die Informationen aus den Texten.

In der Präsentationsstunde werden alle Plakate im Klassenraum aufgehängt und in einer Art „Städtetour“ präsentiert

Ziel ist es die „Touristen“ für diese Sehenswürdigkeit zu begeistern und zum Besichtigen zu animieren

Am Ende aller Präsentationen stimmen wir ab, welche Gruppe euch am meisten überzeugt hat

Gruppenarbeit- Der Circus Maximus

Der Circus (langgestreckte Arena im Lateinischen) Maximus war die antike Pferderennbahn der Römer. Hier fanden Pferde- und Wagenrennen statt. Der Circus Roms hatte eine langgestreckte Form. Bei einer Länge von 642 Metern und einer Breite von 118 Metern fasste der Circus Maximus fast 300 000 Zuschauer! Zum Vergleich: Das sind mehr als 4mal so viele Zuschauer, als heutzutage in die Commerzbank Arena passen.

Die Arena war vollständig eben und sandig. Der Sand hatte den Zweck, den Aufschlag der hufeisenlosen Pferde zu mildern. Die Wagenrennen im Circus Maximus waren öffentliche Veranstaltungen, die im Rahmen von Feierlichkeiten auf Staatskosten veranstaltet wurden. Zu Zeiten der römischen Republik bestand ein tagfüllendes Programm aus 12 Rennen. In der römischen Kaiserzeit wurde diese Zahl auf 24 erhöht. Zu diesen Anlässen wurden sehr oft Bildnisse der Götter in den Circus gebracht. Sie wurden in silbernen oder elfenbeinernen Pferdewagen hinein gefahren und von den 300.000 Menschen bejubelt.

Die ersten Rennen im Circus Maximus fanden Mitte des 5. Jahrhunderts v. Chr. statt, die letzten erst im Jahr 549 oder 550 n. Chr.

Gruppenarbeit- Das Kolosseum

Das Kolosseum war für die antiken Römer das, was für heutige Menschen das Fußballstadion ist. Jedoch ging es im Kolosseum nicht um Tore, sondern um Leben und Tod.

In der Kaiserzeit fanden in dem dem etwa 50 Meter hohen Bauwerk regelmäßig Gladiatoren- Wettkämpfe zur Unterhaltung der Römer statt. Jeder freie Römer hatte kostenlosen Zutritt. Mit einem Durchmesser von fast 190 Metern bot dieses riesige „Stadion“ für rund 50 000 Zuschauern Platz. Die sogenannten Venationes (Tierhetzen) waren sehr beliebt. Vor allem die Kämpfe zwischen besonders exotischen Tieren, wie Löwen. Zu fast allen Spielen gehörte auch die Exekution von Verurteilten.

Es war nicht selten, dass Häftlinge durch wilde Tiere den Tod fanden. Manchmal wurden die Verurteilten auch gezwungen, mit Waffen gegeneinander anzutreten,was einem Todesurteil gleich kam.

Einige Experten schätzen, dass im Laufe der Jahrhunderte etwa 300.000 bis 500.000 Menschen starben. Sie glauben auch, dass viele Millionen Tiere im Kolosseum getötet wurden.

Als Arena war das Kolosseum über 400 Jahre lang in Betrieb. Unterbrochen wurde nur in den Jahren von 217 bis 238, als es nach einem Brand renoviert werden musste.

Gruppenarbeit- Das Forum Romanum

Das Forum Romanum war der Marktplatz Roms. Hier trafen sich die Reichen und Schönen Römer, aber auch das einfache Volk, um Informationen auszutauschen, den Reden von Politikern zu lauschen oder einfach ein Schwätzchen zu halten. Auf dem Forum Romanum standen auch die Gerichtshallen und das Rathaus der Stadt Rom.
Bevor das Forum aufgebaut wurde war es ein sumpfiges, unbebaubares Tal zwischen zwei der sieben Huegel Roms.

Im 9. bis 6. Jahrhundert v. Chr. begruben die Bewohner der Huegel hier ihre Toten. Doch schon zu diesem Zeitpunkt gab es Gebaeude, die bis auf Romulus und Remus zurueckzuführen sind. Im 5. Jahrhundert v. Chr. wurden hier die ersten Tempel gegruendet, und das Forum entwickelte sich zum Mittelpunkt des staedtischen Lebens von Rom.

Mit zunehmendem staedtischem Fortschritt entwickelte sich auch die religioese Bedeutung des Forums. Bis ca. 100 n. Chr. entstanden hier ueber 80 neue Tempel, die zu Ehren bedeutender Römer oder Goetter errichtet wurden. Das bekannteste Bauwerk ist der Titusbogen. Er wurde Erinnerung an den Triumph über die Juden und die Eroberung Jerusalems gebaut. Auch der Senat hatte hier seinen Platz. In der Zeit der Römischen Republik wurde hier Weltpolitik betrieben. Das Forum war das Zentrum der Weltstadt Rom.

Gruppenarbeit- Die Thermen des Trajan

Die Badeanlage Trajans war die drittgrößte Therme Roms. Doch durch ihre zentrale Lage, hatten die Bürger Roms im Herzen der Stadt eine große Vergnügungs- und Badeanlage.

Die Therme wurde durch die wärmende Kraft der Sonne heiß gehalten. Um die Sonne möglichst optimal auszunutzen, hat man die Therme genau nach der Sonne ausgerichtet. Allerdings mussten auch Sklaven Brennöfen anheizen, damit die Wärme in den Thermen immer garantiert war. Das Thermengebäude war teilweise unterkellert. In diesen Kellerräumen befanden sich die Öfen, die die Räume beheizten und das Wasser erwärmten

Das Bauwerk wurde 109 n. Chr. eingeweiht, der Architekt war Apollodor von Damaskus, der auch das Trajansforum und die Trajansmärkte baute. Die Thermen hatten eine Ausdehnung von 330 mal 315 Metern, der eigentliche Badekomplex in der Mitte maß 190 mal 212 Meter.

Zwischen den Bäumen können wir den Grundriss dieses Bauwerks, so wie er heute noch besteht, erkennen.

Es bot für ungefähr 1.500 Menschen Platz. Es steht in einer parkähnlichen Anlage, in der sich die Besucher    entspannen konnten.

Eigens für die Wasserversorgung wurde ein Aquädukt (Wasserleitung) errichtet.

Etwa drei Jahrhunderte wurde diese Anlage betrieben.
Warum wurden so große Anlagen errichtet? Für die Römer war das Baden aus gesundheitlichen und hygienischen Gründen sehr wichtig. Da sich nur reiche Bürger in ihren Häusern eigene Badezimmer leisten konnten, wuschen und erholten sich die anderen in den Thermen.

Gruppenarbeit- Die römischen Äquadukte

Das Wort Aquädukte kommt aus dem Lateinischen und heißt frei übersetzt Wasserleitung.

Die ältesten Aquädukte in der historischen Überlieferung werden Ramses dem Großen (Ägyptischer Pharao) zugeschrieben.

Die größten Aquädukte wurden allerdings in Rom errichtet. Es waren viele verschiedene Wasserleitungen, die Quellwasser aus den Gebirgen bis zu 30 Stunden lang über Täler, Schluchten und Abgründe oder Höhlen transportierten.

Im weiteren Verlauf der Republik und in der Kaiserzeit wurden weitere Wasserleitungen errichtet, so dass Rom aus insgesamt elf Aquädukten versorgt wurde, deren Gesamtlänge mehr als 400 Kilometer betrug. Man schätzt, dass so viel Wasser nach Rom gebracht wurde, dass jeder, der damals fast eine Millionen Einwohner, 1000 Liter Wasser hätte verbrauchen können.

Die Wasserleitung auf unserem Arbeitsblatt der letzten Stunde, brachte genug Wasser in die Stadt, um die Thermen des Trajan mit ausreichend Wasser zu versorgen. Ohne dieses Meisterwerk der Technik hätte die Stadt Rom nicht überlebt. Sie war somit einer der Lebensadern der Hauptstadt des römischen Weltreichs.